Wir, das sind meine Frau Corinna Klenner und ich Jörg Mittendorf, wohnen am nördlichen Rand des Harzes in Langelsheim und sind von Kindheit an mit Hunden unterschiedlichster Rassen aufgewachsen.
Unsere Interesse galt schon lange der Rasse Irischer Wolfshund.
Im Jahr 2009 haben wir uns dann dafür entschlossen, einen Irischen Wolfshund zu kaufen.
Unser erster Irischer Wolfshund war aus dem Zwinger „of Lindisfarne“ und hörte auf den Namen Aaron.
Im April 2009 kam der neue Mitbewohner dann zu uns. Es war auch am Anfang alles sehr schön. Im Mai 2009 begannen dann aber die Probleme mit den Gelenken. Wir dachten zuerst, das bekommen wir in den Griff. Aber es sollte sich dann doch zeigen, die Gelenkprobleme waren gravierender wie zu An­fang gedacht. Aaron machte immer einen sehr ruhigen Eindruck. Er hatte Schmerzen und war nur am wimmern. Ein junger Hund sollte lebendiger sein. Es begann eine Odysee zu verschiedenen Tierärzten und Kliniken, die alle die gleiche Diagnose feststellten: Kaputte Schultern und Ellenbogen. Er würde nie richtig laufen können und schon gar nicht das Temperament ei­nes gesunden Irischen Wolfshundes haben. Er hätte immer Medikamente und Schmerzmittel bekommen müssen.
Schweren Herzens entschlossen wir uns dann, ihn im Alter von nur knapp 5 Monaten zu erlösen. Dies war dann auch der schwärzeste Tag, den wir bisher hatten. Wir haben uns viele Fragen gestellt, auf die wir bis heute keine Antworten gefunden haben. Leider standen wir so ziemlich allein mit unseren Problemen und Entscheidungen da.

Aber wir ließen uns nicht unterkriegen. Wir hatten Gott sei Dank zum damaligen Zeitpunkt Kontakt mit Jürgen Rösner (Zwinger von der Oelmühle) aufgenommen. Er fand damals die richtigen unterstützenden Worte und gab uns den Mut wieder einen Irischen Wolfshund als Familienmitglied zu haben.
Er empfahl uns eine Hündin zunehmen, was wir dann auch taten. So bekamen wir im August 2009 einen neuen Mitbe­wohner aus dem Zwinger von der Oelmühle: Hailey von der Oelmühle.
Mit Hailey verlief alles viel bes­ser. Wir hatten nur die Sorge, dass wir in der Aufzucht etwas falsch machen könnten. Die Angst war auf Grund der Vorgeschichte immer noch präsent. Bei mehrern Besuchen in der Oelmühle Solingen hatten und haben wir immer noch einen guten Kontakt zu Jürgen Rösner.

Im August 2010 lernten wir auf der Windhundausstellung in Donaueschingen Marcello Poli (Zwinger dei Mangialupi) kennen. Im darauf folgenden Südtirol-Urlaub haben wir Marcello Poli dann in Trento besuchen dürfen. Wir wurden herzlichst von ihm und seiner Frau Daniela empfangen.

Der Gedanke einen zweiten Irischen Wolfshund zu besitzen war schon länger vorhanden.
2011 hatte Marcello Poli mit uns erneut Kontakt aufgenommen und fragte uns, ob wir auch eine erwachsene Wolfs­hundhündin nehmen würden. Sollte sich diese mit unserer Hailey vertragen, wären wir bereit gewesen. Aber es fand sich eine andere zufriedenstellende Lösung für diese Wolfshundhündin.
Ende Mai 2012 bekamen wir eine Nachricht von Marcello und Daniela, sie teilten uns mit, dass sie einen Wurf hätten und ein kleine Wolfshundhündin unsere sein könnte. Nach gründlicher Überlegung entschlossen wir uns für Hailey eine Spielkameradin zu bekommen.

Am 1. Juli 2012 hatten wir dann ein Familienmitglied mehr. Bradamante dei Mangialupi, Rufname On­dra, war bei uns eingezogen.
Ondra macht uns sehr viel Spaß, Hailey war zu Beginn nicht so begeistert, so ganz nach dem Motto:

„Jetzt kann der Besuch aber langsam wieder verschwinden.“

Zwischenzeitlich vertragen sich die beiden recht gut, wobei auf Grund der unterschiedlichen Charaktäre Ondra bei vielen Dingen die Regie führt, da sie sehr temperamentvoll ist. Wir möchten die beiden nicht mehr missen und noch lange mit ihnen unser Leben teilen.

Im September 2016 stellte unser damaliger Tierarzt bei Hailey eine Nierenerkrankung (CNI) fest. Wr haben damals alles mögliche in Bewegung gesetzt um ihren Kreatinin wieder etwas herunterzubekommen, denn der Tierarzt gab ihr nur noch wenige Wochen. Dann ging es ihr wieder einmal besser, kurz darauf wieder schlechter. Im Herbst 2016 haben wir dann Daniela Jahn kennengelernt. Sie hatte unsere Probleme und Nöten mit Hailey über Facebook mitbekommen. Daniela hat unsere Hailey mit ihrem Wissen über die Ernährung bei Tieren wieder so gut aufgebaut, dass es Hailey wieder etwas besser ging.
Uns war klar, das wir keine Heilung erwarten konnten, aber Hailey hat wieder Spaß am Leben. Wir können Daniela immer wieder nur danken, denn sie hat Hailey wieder Lebensfreude gebracht.

Im Januar 2018 besuchte Daniela unsere Hailey dann in Langelsheim. Wir haben ein schönes Wochenende zusammen verbracht.

Am 9. März 2018 bekam unsere Hailey am Abend ganz hohes Fieber. Nach ein Besuch beim Tierarzt kam sie dann in die Tierklinik. Es bestand der Verdacht auf eine Lungenentzündung, was sich dann auch bestätigte. Sie musste mehrer Tage dort bleiben, es sah wirklich nicht gut aus, sie wollte nicht mehr fressen. Der Tierarzt hatte sie schon aufgegeben, aber wir nicht.

Unsere Hailey war eine Kämpfernatur, sie ließ sich nicht unterkriegen.

Wir sind mehrmals am Tag hingefahren, und haben sie gefütter und wieder hochgepeppelt. Mit den richtigen Medikamenten, welche sie fast zu spät bekommen hat, kam sie wieder ins Leben zurück.
Auch hier unterstützte uns Daniela sehr.
Nach 6 Tagen in der Tierklinik konnten wir unsere Hailey wieder mit nach Hause nehmen.
Es wurde von Tag zu Tag besser, selbst der Kreatinin Wert ging wieder etwas zurück, was selbst den Tierarzt überraschte.

Unsere Hailey war wieder zu Hause, dies war für uns das Wichtigste. Daniela Jahn und Miriam Bauer kamen dann noch einmal zu uns, um Hailey bei der Genesung zu unterstützen.
Sie hatte noch eine schöne Zeit als Seniorin bei uns.

Am 30. April 2018 hatte sie sich bei einem Spaziergang vertreten, sie lahmte.
Am 2. Mai 2018 war sie dann so schwach, sie konnte und wollte einfach nicht mehr.
Schweren Herzens haben wir unsere Hailey dann über die Regenbogenbrücke gehen lassen.

Der 2. Mai war ein schwerer Tag, für uns und auch für Ondra, aber für Hailey war es eine Erlösung.
Der Tierarzt hatte ihr nur 5 Wochen gegeben, wir hatten sie noch über 1 1/2 Jahre.

Die Tiermedizin ist nicht alles.

Wir haben durch Daniela vieles über die Alternativmedizin erfahren und gelernt, und können mit ruhigem Gewissen feststellen: Ohne Daniela und ihrem Wissen hätten wir unsere Hailey schon viel früher verloren.